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Wahnsinn Atomkraft - Bürger wehren sich

Schwerter Atomdose

5. September 2009: Drei Wochen vor der Bundestagswahl versammelten sich in Berlin rund 50.000 Menschen zur größten Anti-Atom Demo seit Jahrzehnten. Menschen aus ganz Deutschland treibt die drohende Laufzeitverlängerung durch Bundeskanzlerin Angela Merkel auf die Straße. Schwerter Atomkraftgegner sind dabei.

Es beginnt eine Renaissance der Anti-Atom-Bewegung. Eine 120 km lange Meschenkette mit 120.000 Menschen von Krümmel nach Brunsbüttel am 24. April 2010. Dann umzingeln am 18. September 100.000 Demonstranten das Regierungsviertel in Berlin.

28. Oktober 2010: Der Bundestag beschließt trotz aller Protestet und Warnungen die Verlängerung der AKW-Laufzeiten. Die Antwort der Atomkraftgegner folgt auf dem Fuß: Am 06.11.2010 reisen 50.000 Demonstranten nach Dannenberg im Wendland.. Tags drauf rollen 11 Castorbehälter aus Frankreich an. Es folgen Blockaden, Traktoren, Katz- und Mausspiel. Erst am 09.11. findet der bislang längste Castor-Transort nach 92 Stunden sein Ende.

12. März 2011: Die erste Explosion im Atomkraftwerk Fukushima. Während des Aufbaus der Menschenkette zwischen dem AKW Neckarwestheim und Stuttgart erreicht die Meldung die 60.000 Demonstranten, Betroffenheit.

Schwerter Montags-Mahnwachen

Spontan begann am 14. März 2011 die erste Schwerter Mahnwache. Fortan trafen sich die Atomkraftgegner jeden Montag. Erst am 04. Juli, in der Woche der Entscheidung des Bundesrates über das Gesetzespaket der Bundesregierung zum Atomausstieg, fand die letzte Mahnwache statt.

Raus aus der Atomkraft - Die Schwerter Energiewende

Schwerter Montagsdemo

Viele Teilnehmer der Schwerter Mahnwache hielten das Gesetzespaket der Bundesregierung für nicht weitreichend genug. Es entstand die Idee, den Ausstieg lokal weiter voran zu bringen.

Am 27. Juli trafen sich Interessierte erstmals, um über eine mögliche "Schwerter Lösung" der Energiewende zu diskutieren.

Pressemitteilung vom 30.06.2011

Zunächst hatten wir ein Gespräch mit den Stadtwerken Schwerte geführt, um die Möglichkeiten einer lokalen Förderung regenerativer Energien auszuloten. Dann wurden weitere Möglichkeiten, wie das Engagement in einer eigenen Genossenschaft, diskutiert.

Unter dem Namen energiSch trifft sich nun die Gruppe regelmäßig im Rahmen eines VHS-Kurses:

Jeden 2. Mittwoch 19:30 Uhr
in der VHS (am Markt).
frank.weissenberg(at)bund.net

Anregungen - Was geschieht um uns herum ?

Wir haben uns die Frage gestellt, welche guten Beispiele gibt es bereits anderswo? Hier ein paar Initiativen, auf die wir bereits gestoßen sind:

www.binse-berchum.de
Zahlreiche praktische Beispiele kleinerer Projekte. Hier gibt es sogar einen Solarlehrpfad.

www.die-energiegesellschafter.de
Die Energiegesellschafter ist eine bürgerliche Gemeinschaft in Form einer Genossenschaft mit Sitz in Werne. Ziel ist laut Satzung die Förderung einer nachhaltigen und dezentralen Energieversorgung auf Basis erneuerbarer Energien.

www.renergie-ruhr-hellweg.de
Bürgersolarverein für Menden und Umgebung.

www.bielefeld-steigt-aus.de
Bielefeld: vorbildlich oder nur Imagepflege? Zwei Initiativen sind zur Energiewende unterwegs. Einerseits die Stadt Bielefeld mit ihrem Internetauftritt www.bielefeld-wills-wissen.de, die offensiv um die Beteiligung der Bürger in Form von Foren wirbt und auf Beratung bei der Energetischen Sanierung setzt.
Anderseits hat sich ein Aktionsbündis für den Atomausstieg gebildet. Unter www.bielefeld-steigt-aus.de verweisen sie auf die enge Verbindung der Stadtwerke zum AKW Grohnde. Als Mitinhaber des Atomkraftwerkes und einem Strommix mit 50% Atomanteil sei kein Ausstiegswille der Stadt erkennbar.



11.03.2012: Großdemo Gronau

Mitfahrgelegenheit:
10:00 Uhr Bahnhof Schwerte
In der Gruppe mit dem Zug (ca. 10 Euro) - Kontakt & Infos.

Demo in Gronau; Foto: BUND

Nach Abschluss der Montagsdemos setzen sich die Atomkraftgegner für eine Schwerter Lösung ein. Die Treffen der Gruppe energiSch finden in der VHS statt:

Jeden 2. Mittwoch 19:30 Uhr
in der VHS (am Markt).

Baustelle Trianel; Foto: BUND/Weissenberg

Der BUND hat gegen die Genehmigung des Kraftwerks Klage beim OVG Münster eingereicht.

Urteil des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) 12.05.2011:
EuGH räumt Umweltverbänden Klagerecht ein.
    Pressemitteilung LV NRW


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